Raufußkauz Foto: K. T. Pedersen
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Rauhfußkauz (Aegolius funereus)

Raufußkauz Zeichnung: Dr. W. Daunicht

Merkmale
Der Rauhfußkauz ist nur wenig größer als der Steinkauz, unterscheidet sich jedoch deutlich durch den dickeren und runderen Kopf sowie den längeren Schwanz. Er wird ca. 140 g schwer. Seine Oberseite ist graubraun mit zahlreichen weißen Flecken. Die Unterseite ist weiß mit erdbraunen Längs- und Querflecken. Beine und Zehen sind stark weiß befiedert, was auch zu dem Namen "Rauhfußkauz" geführt hat. Jungvögel sind auffallend schokoladenbraun mit deutlich geringerer Fleckung.

Stimme
Der Balzgesang des Männchens ist unverwechselbar und weithin hörbar, in klaren Frostnächten können 1000m leicht überbrückt werden. Man darf sich daher nicht durch die Lautstärke täuschen lassen.
Der Balzgesang besteht aus 5 bis 7 Einzeltönen, die  auf „u“ klingen und Okarina-artig ansteigen. Nach einer Strophe erfolgt eine kurze Pause von 1-2 Sekunden, dann folgt der nächste Satz.
Der Balzgesang beginnt im Winter erst deutlich nach Sonnenuntergang und endet am Morgen vor Sonnenaufgang, wobei um Mitternacht meist eine deutliche Pause eingelegt wird. Im Mai/Juni können unverpaarte Männchen auch am Tage rufen, offensichtlich versuchen sie dann unermüdlich im 24-Stunden Takt doch noch ein Weibchen anzulocken.

Tonaufnahmen
Sämtliche Aufnahmen stammen mit freundlicher Genehmigung der Autoren aus Bergmann, H.-H., H.-W. Helb, S. Baumann (2008): Die Stimmen der Vögel Europas. Aula Verlag, Wiebelsheim.

Rauhfußkauz Gesang Rauhfußkauz Bettelrufe

Lebensraum
Der Rauhfußkauz besiedelt Altholzbestände, in denen vom Schwarzspecht geschaffene Höhlen vorhanden sind. Als Tagessitze benötigt er dichte Nadelbäume, in denen er sich vor Feinden verstecken kann. Er jagt im Inneren der Wälder auf Schneisen und Lichtungen.

Nahrung
Die Hauptnahrung des Rauhfußkauzes stellen Langschwanz- und Wühlmäuse dar. Spitzmäuse und Kleinvögel werden gelegentlich erbeutet.

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