Steinkauz Foto: C. Willer
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Steinkauz (Athene noctua)

Merkmale
Der Steinkauz ist unter den Eulenarten Europas die bekannteste Kleineule. Bei den alten Griechen galt er als Vogel der Weisheit und als Sinnbild der Göttin Athene,  was auch in seinem wissenschaftlichen Namen  (nächtliche Athene) zum Ausdruck kommt..
Der Steinkauz ist kleiner als eine Taube und plumper als eine Amsel und wiegt mit rund 200g auch deutlich mehr als eine Drossel.
Er ist kurzschwänzig, hat eine niedere Stirn und einen flachen Oberkopf, große gelbe Augen mit weißen Überaugenstreifen, die wie Augenbrauen aussehen. Das Gefieder ist oberseits dunkelbraun, auf den Schultern und Flügeln mit großen weißen Tropfen- und Querflecken, unterseits gelblichweiß mit breiten braunen, auf der Brust ziemlich dichten Längsflecken. Die Beine sind weißlich befiedert; die Zehen nur mit borstenartigen Federn besetzt.
Der Steinkauz ist oft auch tagsüber zu sehen, sitzt gern in der Sonne und jagt teils schon in den Nachmittagsstunden.
Wenn er in Bewegung ist, fällt sein typisches Knicksen auf sowie das ständige Verändern seiner äußeren Haltung von fast waagerecht bis steil aufrecht. Nicht zu unrecht wird der Steinkauz daher auch als Kobold bezeichnet.

Stimme
Die Stimme des Steinkauzes ist sehr variabel, und es werden mehrere Dutzend Laute und Gesänge unterschieden. Der Reviergesang des Männchens besteht aus zahlreichen gereihten guhk-Silben, die an- und absteigen können und meist von einer exponierten Singwarte vorgetragen werden. Während der Balz singen Männchen und Weibchen wie bei vielen Eulen im Duett. Als Warn- oder Abwehrlaut ist ein hartes Kjek oder Kjak zu hören. Es können dann aber auch Kurzgesänge oder kreischende Töne folgen. Jungvögel betteln mit einem schnarchenden Ruf um Nahrung.

Tonaufnahmen
Sämtliche Aufnahmen stammen mit freundlicher Genehmigung der Autoren aus Bergmann, H.-H., H.-W. Helb, S. Baumann (2008): Die Stimmen der Vögel Europas. Aula Verlag, Wiebelsheim.

Steinkauz Gesang Steinkauz Rufe


Lebensraum
Sein Lebensraum sind offene mit Baumreihen und Feldgehölzen durchsetzte Kulturlandschaften, die mit einem ausreichenden Angebot an Bruthöhlen und Tageseinständen ausgestattet sind. Als Jagdgebiet benötigt er nicht zu intensiv bewirtschaftete Flächen mit ganzjährig kurzer Vegetation. Hierzu gehören insbesondere Dauergrünlandgebiete mit Kopfweiden und alten Hochstammobstbäumen in Dorfrandlagen. Geschlossene Waldgebiete meidet er völlig.

Nahrung
Hauptnahrung sind Bodentiere der offenen Landschaft, von der Zwergmaus bis zum Maulwurf vorwiegend jedoch die Feldmaus. Aber auch Insekten und Regenwürmer werden erbeutet, die während der warmen Jahreszeit ca. 75% der Beutetiere ausmachen und besonders zur Aufzucht der Jungen notwendig sind. Die Beutetiere werden sowohl vom Ansitz als auch im niedrigen Suchflug oder zu Fuß erbeutet.

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