 Gefährdung
Die ständige Verringerung des Brutplatzangebotes durch Ausbau und Aufräumungsarbeiten in landwirtschaftlichen Gebäuden sowie das Fehlen geeigneter natürlicher Nistgelegenheiten (Kopfweiden, alte Obstbäume) sind wesentliche Gründe für den starken Rückgang des Steinkauzes in weiten Teilen Schleswig-Holsteins.
Auch strukturelle Änderungen in den landwirtschaftlichen Betrieben, die dazu führten, dass viele Grünlandflächen in Ackerland umgewandelt wurden, wirkten sich negativ aus.
Durch den hohen Einsatz der Insektizide und Pestizide wurden und werden sowohl Nahrungsreserven des Steinkauzes unmittelbar vernichtet als auch die Vögel belastet.
Schutzmaßnahmen
- Erhaltung von Dauergrünland zur Sicherung der Nahrungsflächen
- Erhaltung und Anlage von Hochstamm-Obstwiesen als ganzjährigen Lebensraum
- Erhaltung von Knicks, Wegrändern und Feldrainen als Rückzugsgebiet für Kleinsäuger und Insekten
- Anbringen von mardersicheren, artgerechten Nistkästen
- Einschränkung des Biozideinsatzes in der Landwirtschaft
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