Sperlingskauzbrut 2008 Foto: Sebastian Grell
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Sperlingskauz (Glaucidium passerinum)

Sperlingkauz Zeichnung: Dr. W. Daunicht

Gefährdung
Da der Sperlingskauz sowohl tag- als auch nachtaktiv ist, wird er rund um die Uhr von Beutegreifern bedroht. Am Tage geht die Hauptbedrohung vom Sperber und Habicht und des Nachts vom Waldkauz aus. Seine Abwehrstrategie ist auf Konfliktvermeidung und Flucht ausgelegt. Wird er jedoch durch Klangattrappen gereizt und Konkurrenz vorgetäuscht, reagiert er unverzüglich und bringt sich damit ständig in Gefahr, am Tage vom Sperber und in der Dämmerung vom Waldkauz geschlagen zu werden. Sperber und Waldkauz reagieren sofort auf den Ruf des Sperlingskauzes und überfliegen regelmäßig die Klangattrappe und den Beobachter.

Schutzmaßnahmen
Der Sperlingskauz benötigt sowohl für die Brut als auch für sein Beutedepot Buntspechthöhlen. Es kommt daher darauf an, dass auch im Wirtschaftswald ausreichend Fichten mit Rotfäule und Buntspechthöhlen zur Verfügung stehen. Nistkästen sind sicher nur eine Hilfsmaßnahme, um auch Wälder besiedelbar zu machen, die aufgrund ihres Alters und ihrer Struktur zwar als Lebensraum geeignet sind, aber noch nicht ausreichend Höhlen aufweisen.
Um den Feinddruck auf diese kleine Eule ebenso wie auf die anderen Kleineulen zu minimieren, sollte keine Förderung des Waldkauzes durch Anbringen von Nistkästen in potentiellen Biotopen des Sperlingskauzes stattfinden.
Verzicht auf den Einsatz der Klangattrappe, um jegliche Gefährdung auszuschließen.

Kontakt
Für spezielle Fragen, Hinweise und Tipps zum Thema Sperlingskauz wenden Sie sich bitte an:

Christian Nickel
Tel.: 0 41 94 - 14 71
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