Uhu-Weibchen Foto: E. Biehle
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Uhu (Bubo bubo)

Uhu Zeichnung: Dr. W. Daunicht

Merkmale
Zwanzig bis zweiundzwanzig Unterarten werden heute weltweit zur Familie der Uhus (Bubo) gezählt. In den Farbvariationen kommen Exemplare von tiefbraun bis fast weiß vor. Auch in Größe und Gewicht sind bemerkenswerte Unterschiede festzustellen.
Der bei uns heimische "Europäische Uhu" ist mit einer Flügelspannweite bis zu 170 cm, einem Gewicht bis zu 3000 g und einer Größe bis zu 70 cm die größte heimische Eule. Weibchen sind deutlich größer und schwerer als Männchen. Bei seinem Gefieder sind ocker-  und rostbraune Farbtöne vorherrschend. Deutlich zu erkennen sind auch seine großen Federohren und die feuergelbe bis orange-rot gefärbte Iris.

Stimme
Weithin hörbar sind die typischen Uhurufe "buho". Dabei rufen die Weibchen etwas höher als die Männchen. Meistens von einem freien Sitzplatz aber auch im Flug rufen die Uhus.
Bei Störungen am Neststandort ertönen scharfe "uäg" oder "uäh-ha" Rufe. Weitere Rufe am Brutplatz können u. a. auch reiherartig "gräck" oder nasales "uhähähäho" Bellen sein.

Tonaufnahmen
Sämtliche Aufnahmen stammen mit freundlicher Genehmigung der Autoren aus Bergmann, H.-H., H.-W. Helb, S. Baumann (2008): Die Stimmen der Vögel Europas. Aula Verlag, Wiebelsheim.

Uhu Gesang Uhu Alarmrufe Uhu Bettelrufe


Lebensraum
Der Uhu ist eine sehr anpassungsfähige Art. Seine Reviere findet man sowohl im Flachland als auch im Hochgebirge. In Schleswig-Holstein sind Geest und östliches Hügelland weitgehend besiedelt, die Marsch und Inseln sind noch unbesiedelt.
In Schleswig-Holstein brütet er überwiegend auf alten Greifvogelhorsten, in Kiesgruben, auf dem Boden, aber auch auf Hochsitzen. Selbst in Gebäuden (z.B. Kirchtürme, Silos, Industriegebäude) hat es erfolgreiche Bruten gegeben. Gern werden künstliche Nisthilfen angenommen und über viele Jahre regelmäßig benutzt.
Wälder dienen dem Uhu als Brut- und Ruheplatz. Sein Jagdrevier erstreckt sich auf Felder, Wiesen, Weiden und Gewässer. Er ist mit seiner großen Spannweite ein Jäger der Offenlandschaft und jagt sowohl vom Ansitz als auch aus dem Fluge.

Nahrung
Seine Nahrung ist äußerst vielseitig und abhängig vom jeweiligen Lebensraum. Grundsätzlich gehören alle Tiere, die kleiner als der Uhu sind und bis zur Größe einer Maus reichen zum Beutespektrum des Uhus. Er jagt jedoch jeweils die Arten, die in großer Zahl vorhanden und leicht erreichbar sind. Im Frühling sind das in Schleswig-Holstein zum Beispiel an vielen Orten die rastenden Ringeltauben oder in der Nähe von Saatkrähenkolonien Jung- und Altkrähen. Im weiteren Jahreslauf kommen dann Igel, flügge Greifvögel und Jungeulen hinzu. Einen hohen Anteil bilden Mäuse, Ratten und sofern vorhanden auch Kaninchen und Bisam.
Die mit unverdaulichen Bestandteilen ausgeworfenen "Gewölle" lassen das Beutespektrum gut erkennen ebenso wie die zahlreichen Rupfungen in Brutplatznähe. 

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