Uhu-Weibchen Foto: E. Biehle
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Uhu (Bubo bubo)

Uhu Zeichnung: Dr. W. Daunicht

Situation in SH

Vor etwa 170 Jahren erlosch der Brutbestand des Uhus in Schleswig-Holstein. Da der Uhu als "schädlich" galt, wurde er unnachgiebig verfolgt. Der Abschuss von Uhus und die Vorlage ihrer Fänge wurden mit Prämien honoriert. Ausgehorstete Junguhus dienten der Hüttenjagd, so dass auch fehlender Nachwuchs den Bestand zusammen- brechen ließ.

Nachdem sich herausstellte, dass die heutige Landschaft einen Lebensraum für den Uhu bietet, begann der 1981 gegründete Landesverband Eulen-Schutz in Schleswig-Holstein e.V. im Folgejahr mit Unterstützung der Landesregierung, das Artenhilfsprogramm "Wiedereinbürgerung des Uhus in Schleswig-Holstein".

Bis zum Jahre 2002 wurden über 600 gezüchtete Junguhus landesweit ausgewildert. Bereits im Jahr 1982 wurde nach rund 150 Jahren Abwesenheit die erste erfolgreiche Uhu-Brut in freier Natur in Schleswig-Holstein festgestellt. Inzwischen brüten über 350 Uhupaare regelmäßig in Schleswig-Holstein. Auch die angrenzenden Regionen Dänemark, Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern konnten von Schleswig-Holstein aus besiedelt werden. So brüten in Hamburg inzwischen mehr als 6 Paare, in Dänemark wohl über 40 Paare für Niedersachsen und MVP liegen uns leider keine Zahlen vor.

Die Entwicklung des Brutbestandes zeigt das Diagramm. Es sind nur die Daten der gemeldeten Bruten verarbeitet worden, so dass die tatsächlichen Bestandzahlen schon immer deutlich höher lagen und heute auf etwa 400 Paare geschätzt werden.

Bestandsentwicklung des Uhu in SH
Bestandsentwicklung des Uhu in SH seit 1980

Verbreitung

2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015


Verbreitung des Uhus in Schleswig-Holstein

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