Schleiereulen in Not
Im Wildtierheim Preetz wurde aufgrund des ungewohnt strengen Winters diverse Eulen und Greifvögel eingeliefert, die an Unterernährung litten. Neben Waldkäuzen auch einige Schleiereulen.
Die Eulen wurden dort aufgepäppelt und hatten sich in den Volieren so gut erholt, dass sie jetzt wieder ausgewildert werden konnten.
Adulte (erwachsene) Eulen gehen dorthin zurück wo sie aufgefunden wurden.
Für drei junge Schleiereulen wurde nun eine große Scheune auf dem Gut Borghorst als Auswilderungsobjekt gefunden.




Fotos oben: Gut Borghorst, Schleiereule in den Hände von Rainer Bödefeld, Jannes Wiese bei der Installation der Nisthilfe und eine ausgewilderte Schleiereule
Wir suchen uns für Jungvögel gerne Gebiete aus, wo es auf Bauernhöfen in der Nähe schon Schleiereulen gibt und die Tiere eine Möglichkeit zur Verpaarung finden.
Wenn wir im Juni unsere Nisthilfen kontrollieren, erwarten wir in diesem Jahr leider einen Rückgang der Bestände, da wohl einige Tiere aufgrund von Nahrungsmangel während des Winters. Frost und lange eine geschlossene Schneedecke, also wenig Chance an die Mäuse zu gelangen, welche für diese Eulenart die Hauptnahrungsquelle sind. Der Energiebedarf einer Schleiereule beträgt 2 bis 3 Mäuse pro Nacht.
Die Schleiereulen können aufgrund ihrer Biologie so gut wie keine Fettreserven aufbauen. Wenn sie also ein paar Tage keine Nahrung finden können, überleben sie häufig nicht. Von Menschen gefunden und in eine Wildtierstation gebracht zu werden, ist da eine glückliche Fügung.
Mit dem Wildtierheim Preetz verbindet uns seit Jahren eine enge Partnerschaft. Wir danken dem Leiter Lucas Bock und seinen Mitarbeiter:innen für den unverzichtbaren Einsatz im Greifvogel- und Eulenschutz.
Externer Link zum Wildtierheim Preetz
Autor des Artikels: Rainer Bödefeld
Redaktionell verantwortlich: Thomas Brunckhorst
Fotos: Rainer Bödefeld und Jannes Wiese




