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Wiederansiedlung des Steinkauzes auf Eiderstedt

In den 90er Jahren existierte rund um Witzwort noch ein kleines Brutvorkommen des Steinkauzes, das aber in der Zwischenzeit erloschen ist. Heute gibt es noch vereinzelte Beobachtungen, aber kein regelmäßiges Brutvorkommen mehr.

Bild 1: Steinkauz (Fotograf: Sven-Erik Arendt)

Bei den jährlichen Kontrollen der Nisthilfen entstand die Idee, es mit der Wiederansiedlung des Steinkauzes im südlichen Nordfriesland zu versuchen. Das Habitat scheint in Teilbereichen der Halbinsel Eiderstedt noch durchaus für Steinkäuze geeignet zu sein.

Erste Auswilderungen von aufgepäppelten Steinkäuzen aus dem Tierpark Eekholt führten zu Brutversuchen im Gebiet, aber der endscheidende Schritt zu einer dauerhaften Wiederansiedlung fand leider noch nicht statt. Daraus entstand die Idee, mit einem Nachzuchtprogramm den Steinkauz über einen längeren Zeitraum auszuwildern und auf diese Weise das alte Vorkommen auf Eiderstedt wieder zu beleben.

 

Das Ziel ist es, über die nächsten zehn Jahre mit zwei Steinkauz-Paaren eine Nachzucht zu betreiben und diese im Bereich südliches Nordfriesland auszuwildern. Die Volieren sind seit November in zahllosen Stunden von den ehrenamtlichen Helfern auf dem Gelände des Westküstenparks in St. Peter-Ording errichtet worden.

 

Bild 2: Im Einsatz für die gute Sache!


Februar  - April 2021 (hier klicken)


Mai 2021

Im Mai haben wir uns erst einmal in Geduld geübt…, so schwer uns das auch gefallen ist. Aber Steinkäuze sind sehr empfindlich während der Brutzeit und man soll die Nistkästen erst Anfang Juni kontrollieren, wenn die Jungvögel quasi aus dem Gröbsten raus sind.
Also haben wir uns um anderen Sachen, z.B. die Auswilderungsvoliere gekümmert. An zwei Wochenende im Mai haben wir unseren kleinen Anhänger zu einer stattlichen mobilen Auswilderungsvoliere umgerüstet.

Die Montage barg so manche logistische Herausforderung

und es wurde daher jede Unterstützung gebraucht.

Mitte Mai mehrten sich die Anzeichen, dass sich Nachwuchs einstellen sollte. Also haben wir uns wieder auf die Lauer gelegt. Die Kameras brachten einiges zu Tage, aber nähere Indizien für einen Bruterfolg waren es nicht.

Sogar Meister Adebar war zu Besuch!

Nun wissen also, dass Steinkäuze gerne im Anschluss an ein Sandbad ausgiebig Yoga machen.


Anfang Juni, war es denn so weit. Wir haben die beiden Nistkästen kontrolliert und konnten bei beiden Steinkauz Paaren Bruterfolg feststellen. Wow, wir waren ganz baff. Alle Mühen haben sich gelohnt und wir konnten insgesamt 7 gesunde jungen Steinkäuze im Alter von 3-4 Wochen feststellen.



Ein solches Projekt ist ohne zahlreiche Unterstützer und helfende Hände nicht zu meistern. An dieser Stelle gilt der Dank Peter Marke, dem Leiter des Westküstenparks (https://tierpark-westkuestenpark.de/), Bürgermeister Rainer Balsmeier, für das Bereitstellen des Geländes, und André Rose vom Wildpark Eekholt (https://www.wildpark-eekholt.de/) für die fachliche Unterstützung.

Nach der formalen Genehmigung durch die zuständigen Behörden blieben noch viele Handgriffe zu tun. Daher gilt mein größter Dank Anika, Birger, Ellin, Jeannine, Sandra, Toni und Wilhelm, dem Team der Eiderstedter Eulen, die beim Bau der Volieren viele Stunden mitgeholfen haben.


Wir suchen immer noch Unterstützer!

Auch wenn wir für den zukünftigen Nachwuchs schon Paten gewinnen konnten, so ist die Versorgung der Dauerhaltungstiere doch finanziell aufwendiger als ursprünglich angenommen. 

Falls Sie also selber überlegen oder jemanden kennen, der unser Projekt mit einer Spende für die Übernahme der weiteren Projektkosten unterstützen möchte, würde uns das sehr freuen.
Die Kontoverbindung des Landesverbandes Eulenschutz in Schleswig-Holstein e. V.  lautet: IBAN DE70 2003 0000 0030 2680 03.
Bitte als Verwendungszweck „Steinkauzprojekt NF“ angeben.

Weitere Informationen

Bei Fragen zum Projekt wenden Sie sich gerne an Armin Jeß (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Oder lesen Sie in den FAQ´s  „Wiederansiedlung des Steinkauzes im südlichen Nordfriesland“ nach (Download: FAQ´s „Wiederansiedlung des Steinkauzes im südlichen Nordfriesland“).