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Wiederansiedlung des Steinkauzes auf Eiderstedt

In den 90er Jahren existierte rund um Witzwort noch ein kleines Brutvorkommen des Steinkauzes, das aber in der Zwischenzeit erloschen ist. Heute gibt es noch vereinzelte Beobachtungen, aber kein regelmäßiges Brutvorkommen mehr.

Bild 1: Steinkauz (Fotograf: Sven-Erik Arendt)

Bei den jährlichen Kontrollen der Nisthilfen entstand die Idee, es mit der Wiederansiedlung des Steinkauzes im südlichen Nordfriesland zu versuchen. Das Habitat scheint in Teilbereichen der Halbinsel Eiderstedt noch durchaus für Steinkäuze geeignet zu sein.

Erste Auswilderungen von aufgepäppelten Steinkäuzen aus dem Tierpark Eekholt führten zu Brutversuchen im Gebiet, aber der endscheidende Schritt zu einer dauerhaften Wiederansiedlung fand leider noch nicht statt. Daraus entstand die Idee, mit einem Nachzuchtprogramm den Steinkauz über einen längeren Zeitraum auszuwildern und auf diese Weise das alte Vorkommen auf Eiderstedt wieder zu beleben.

 

Das Ziel ist es, über die nächsten zehn Jahre mit zwei Steinkauz-Paaren eine Nachzucht zu betreiben und diese im Bereich südliches Nordfriesland auszuwildern. Die Volieren sind seit November in zahllosen Stunden von den ehrenamtlichen Helfern auf dem Gelände des Westküstenparks in St. Peter-Ording errichtet worden.

 

Bild 2: Im Einsatz für die gute Sache!


Was bisher passierte: Februar 2021  - November 2021 (hier klicken)


Dezember 2021 - März 2022

Inzwischen hat sich der Winter verabschiedet und das Frühjahr steht, wenn auch noch ein wenig zögerlich, vor der Tür.

 In den Wintermonaten gab es vereinzelt Meldungen von „unseren“ Steinkäuzen: In der Nähe der Auswilderungsstelle in Oldenswort wurden Steinkäuze gesichtet, wir haben dort dann noch weitere Nisthilfen angebracht. Auch auf dem Gelände des Westküstenparks wurde immer mal wieder ein Steinkauz gesichtet. Wir sind also guter Hoffnung, dass einige „unserer“ Steinkäuze gut durch den Winter gekommen sind.  

Bereits im letzten Jahr hatten wir die Idee, unsere Nistkästen in den Zuchtvolieren mit Kameras zu versehen, um mehr Einblicke in das Familienleben der Steinkäuze zu bekommen. Im Januar war es dann soweit, in jeweils einen Nistkästen pro Voliere haben wir eine Kamera eingebaut. Wir hatten die Qual der Wahl, da in jeder Voliere 4 Nistkästen hängen. Nun sind wir gespannt, ob in den Nistkästen auch das Brutgeschäft stattfindet.

Aktuell müssen wir nun abwarten, wann sich die ersten Zeichen für eine Brut bzw. den Schlupf ergeben. Da der Winter sehr mild war ist mit einem frühen Brutbeginn zu rechnen. In der Zwischenzeit laufen die Vorbereitungen für die kommende Aufzucht- und Auswilderungssaison.

Foto rechts: Steinkauz-Nisthilfe im Apfelgarten

 

Film: Steinkäuze beim Kuscheln

Aktuell müssen wir nun abwarten, wann sich die ersten Zeichen für eine Brut bzw. den Schlupf ergeben. Da der Winter sehr mild war ist mit einem frühen Brutbeginn zu rechnen. In der Zwischenzeit laufen die Vorbereitungen für die kommende Aufzucht- und Auswilderungssaison.


Im Februar wurde St. Peter-Ording für mehrere Wochen von der sehr seltenen Sperbereule besucht. Der Sperbereule ging es augenscheinlich ganz gut. Der Besuch führte für geraume Zeit zu einem regen Eulentourismus aus dem ganzen Bundesgebiet. Wer hätte das für möglich gehalten. Inzwischen ist die Sperbereule abgezogen und hoffentlich wieder in ihrer angestammten Heimat im Norden Skandinaviens angekommen.

 

 

 

Foto: Sperbereule mit Maus


Aber so viel nur am Rande, zurück zu den Steinkäuzen: Für den Sommer benötigen wir eine zweite Auswilderungsvoliere. Erfreulicherweise haben wir dazu von der Hoppe-Stiftung (http://www.hoppe-stiftung.de ) einen Zuschuss in Höhe von 500 € bekommen. Das Material ist bestellt, geliefert und die ersten Handgriffe sind getan…

 

 

 

Foto: Bau der Auswilderungsvoliere



Ein solches Projekt ist ohne zahlreiche Unterstützer und helfende Hände nicht zu meistern. An dieser Stelle gilt der Dank Peter Marke, dem Leiter des Westküstenparks (https://tierpark-westkuestenpark.de/), Bürgermeister Rainer Balsmeier, für das Bereitstellen des Geländes, und André Rose vom Wildpark Eekholt (https://www.wildpark-eekholt.de/) für die fachliche Unterstützung.

Nach der formalen Genehmigung durch die zuständigen Behörden blieben noch viele Handgriffe zu tun. Daher gilt mein größter Dank Anika, Birger, Ellin, Jeannine, Sandra, Toni und Wilhelm, dem Team der Eiderstedter Eulen, die beim Bau der Volieren viele Stunden mitgeholfen haben.


Steinkauz-Paten und Unterstützer gesucht!

Für unsere jungen Steinkäuze vergeben wir Patenschaften. Die Paten haben die Gelegenheit, die Aufzucht "Ihres" jungen Steinkauzes mitzuverfolgen 
und unterstützen uns mit der Übernahme der Futterkosten. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Armin Jeß (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
Falls Sie überlegen, unser Projekt mit einer Spende für die Übernahme der weiteren Projektkosten unterstützen, würde uns das sehr freuen!
Die Kontoverbindung des Landesverbandes Eulenschutz in Schleswig-Holstein e. V.  lautet: IBAN DE70 2003 0000 0030 2680 03.
Bitte geben Sie als Verwendungszweck „Steinkauzprojekt NF“ an.

Weitere Informationen

Bei Fragen zum Projekt wenden Sie sich gerne an Armin Jeß (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Oder lesen Sie in den FAQ´s  „Wiederansiedlung des Steinkauzes im südlichen Nordfriesland“ nach (Download: FAQ´s „Wiederansiedlung des Steinkauzes im südlichen Nordfriesland“).