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Aussehen/ Merkmale

Der Steinkauz ist so groß wie eine Amsel, er ist jedoch kurzschwänzig und wirkt dadurch auf dem ersten Blick etwas plump. Er hat einen flachen Oberkopf und große gelbe Augen mit weißen Überaugenstreifen, die wie Augenbrauen aussehen. Das Gefieder ist oberseits dunkelbraun, auf den Schultern und Flügeln mit großen weißen Tropfen- und Querflecken, unterseits gelblichweiß mit breiten braunen, auf der Brust ziemlich dichten Längsflecken. Die Beine sind weißlich befiedert; die Zehen nur mit borstenartigen Federn besetzt.
Der Steinkauz ist oft auch tagsüber zu sehen, sitzt gern in der Sonne und jagt teils schon in den Nachmittagsstunden. Charaktaristisch ist sein wellenförmiger Flug, der auch schon in den späten Nachmittagsstunden beobachtet werden kann.

Für unsere Artenschutz-Arbeit in Schleswig-Holstein ist es enorm wichtig zu wissen, wo es Steinkäuze gibt und wo sie brüten. Haben Sie einen Steinkauz gesehen? Oder brütet sogar ein Paar auf Ihrem Hof? Teilen Sie uns dies bitte mit!  (Kontaktdaten: siehe unten).

Tonaufnahmen

Tonaufnahmen

Sämtliche Aufnahmen stammen mit freundlicher Genehmigung der Autoren aus Bergmann, H.-H., H.-W. Helb, S. Baumann (2008): Die Stimmen der Vögel Europas. Aula Verlag, Wiebelsheim.

Steinkauz Gesang
Steinkauz Rufe

Lebensraum und Jagdweise in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein benötigt der Steinkauz beweidetes Grünland, wobei es ihm egal ist, ob Rinder, Pferde oder Schafe diese Aufgabe übernehmen. Das kurze Gras benötigt er, damit

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er seine Beute überhaupt erspähen kann. Insofern werden Lebensräume mit einer ausreichenden Zahl von niedrigen Ansitzplätzen (Zaunpfähle, Gebäudestrukturen, Holzstapel, höhere Steine, Obstbäume etc.) bevorzugt angenommen. Auf Scheunendächern und Zaunpfählen sitzend, fällt häufig sein typisches "Knicksen" auf, sowie das ständige Verändern seiner äußeren Haltung von fast waagerecht bis steil aufrecht. Dieses Verhalten kann dem Anvisieren der Beute dienen, welche dann mit einem kurzen Anflug direkt angeflogen wird. Aber der Steinkauz kann mehr. Er versteht es besser als alle anderen heimischen Eulenarten seine Beute (in erster Linie Mäuse, Insekten und Regenwürmer) fußläufig zu verfolgen.

Für diese Verfolgungsjagden benötigt er jedoch die bereits angesprochene niedrige Vegetation. In reinen Ackerlandschaften kann er nicht überleben. Geschlossene Waldgebiete meidet er ebenfalls. Oft ist es der Resthof mit zwei oder drei Hektar Weideland am Ortsrand oder in Einzellage, der ihm das Überleben bis heute sichert.

Es folgen Lichtbilder von typischen Steinkauzlebensräumen in Schleswig-Holstein:

Artenhilfsprogramm Steinkauz

Historie

Noch bis Ende der 70-er Jahre brütete der Steinkauz in unterschiedlicher Häufigkeit auf dem gesamten Schleswig-Holsteinischen Festland und auf der Insel Fehmarn. Damals gab es noch wesentlich mehr bewirtschaftete Höfe. Der Steinkauz war in Schleswig-Holstein schon immer eher ein Gebäudebrüter. So brütete er z. B.

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in Zwischendecken und in sonstigen Höhlungen, die die damaligen Höfe so bereit hielten. Aber auch Bruten in Obstbäumen und Kopfweiden sind belegt.

ZIESEMER untersuchte den damaligen Bestand. Seine Studie kann hier eingesehen werden. In den 80-er Jahren brach der Bestand weiter ein. Brutmöglichkeiten in Gebäuden fielen weg, Kopfweiden und Obstbäume wurden gefällt, bzw. nicht mehr gepflegt und die Weidehaltung ging zurück. All das dürfte den Bestand reduziert haben und führte in großen Teilen des Landes zum Erlöschen des Bestandes, z. B. im Hamburger Randbereich und im östlichen Hügelland (inkl. Fehmarn).

Hier eine Verbreitungskarte der im Jahr 1988 bekannt gewordenen Bruten. In diesem Brutjahr konnten 38 Bruten festgestellt werden, 15 in Niströhren auf Bäumen, 13 frei in Gebäuden, 4 Bruten in Naturhöhlen und bei 6 weiteren Bruten ist der genaue Niststandort heute nicht mehr recherchierbar. In den westlichen Landesteilen waren die Lebensbedingungen in einigen Bereichen noch besser. In genau diese Bereiche, z. B. die Dithmarscher Geest und die Störniederung konnte der Steinkauz überleben.

Das Artenschutzprogramm "Steinkauz" unseres Verbandes existierte zwar schon in den 80-er Jahren, aber insbesondere in den 90-er Jahren nahm es an Fahrt auf. Georg KAATZ verfolgte als erster das Ziel, in seinem Gebiet in Norderdithmarschen dem Steinkauz ein Überangebot an Nistkästen zu präsentieren. Auf allen Höfen, die seiner Ansicht nach über eine ausreichend große Weidelandfläche und geeignete Hofstrukturen verfügten, installierte er Nistkästen und beseitigte so den Brutplatzmangel. Er wurde belohnt. 1995 brütete die Hälfte des Landesbestandes in seinem Betreuungsgebiet rund um Tellingstedt. Hier eine Verbreitungskarte aus dem Jahr 1995.

Schnell wurde erkannt, dass es hilfreich ist, Gebiete in denen noch Restvorkommen vermutet werden konnten, durch die Neuinstallation von Nistkästen massiv zu unterstützen. Im Bereich der Störniederung wurden durch Andre ROSE und später durch Frank STEINER und Ralf RATZMER viele neue Standorte mit Nistkästen bestückt. Heidi und Andreas JUNG, Rainer BERLIN und Torsten NUMMSEN übernahmen diese Aufgabe in Süderdithmarschen und Peter MECKEL wirkte im Bereich Hademarschen (RD). Die komplette Liste der beteiligten Gebietsbetreuer oder Helfer wäre zu lang, um sie an dieser Stelle komplett aufzulisten. Durch die Betreuung der Nistkästen gelang es dem Verband im Jahr 2010 einen Höchststand von 155 erfassten Brutpaaren zu erreichen. Späte Wintereinbrüche forderten dann ihren Tribut und der Bestand reduzierte sich wieder auf 105 Brutpaare im Sommer 2014.

Steinkauzschutz - aktuell

Das Artenschutzprogramm Steinkauz führt der Landesverband Eulen-Schutz in Schleswig-Holstein e.V. seit nunmehr fast 40 Jahren erfolgreich mit Unterstützung des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) durch. Seitdem engagieren sich ehrenamtliche Gebietsbetreuer und Gebietsbetreuerinnen für die Steinkäuze vor Ort. 

Dies geschah bzw. geschieht nicht nur durch die Anbringung, Wartung und Kontrolle der ca. 2000 Nistkästen an mittlerweile 1363 Höfen, sondern auch durch zahlreiche flankierende Maßnahmen, z. B. Bestandserfassung, Beratung der Landwirte oder Öffentlichkeitsarbeit. Auf den Höfen kommen noch ergänzende Arbeiten hinzu, die den Steinkäuzen das Überleben sichern können, z. B. Marderschutzmaßnahmen und Beseitigung von Gefahrenstellen (Viehtränken, Fallrohre etc.). 

Im Brutjahr 2019 wurden 460 Jungvögel im Rahmen der Nistkastenkontrollen registriert, soviel wie nie zuvor! Der Winter 19/20 war sehr mild, was den bis dahin überlebenden Jungkäuzen entgegen gekommen sein dürfte. So war die Hoffnung bei den Gebietsbetreuern vor Beginn der Kontrollsaison im Juni 2020 groß. Obwohl jedem klar war, dass es nicht zu einer erneuten Massenvermehrung bei den Wühlmäusen kommen würde, war eine Erhöhung des Brutbestandes im Land das erklärte Ziel.

Die Hoffnung der Gebietsbetreuer wurde nicht enttäuscht. 165 Steinkauzpaare schritten zur Brut, ein neuer Rekord! An einigen Standorten brütete noch nie zuvor ein Steinkauz, weshalb sich so mancher Hofbesitzer über den, für ihn unbekannten, neuen Untermieter zunächst wunderte, sich aber dann schnell daran erfreute. Wie ebenfalls erwartet, lag die Anzahl der registrierten 399 Jungvögel trotz der Zunahme bei den Bruten unter dem Wert des Vorjahres. Dies machte sich bei selbstverständlich bei den Brutgrößen bemerkbar. Versuchten im Vorjahr 16 Brutpaare eine 6-er-Brut durchzubekommen (und 4 wagten sogar eine 7-er-Brut), schaffte dieses Kunststück im Brutjahr 2020 nur ein einziges Paar am Rande der Stadt Meldorf. An 7-er-Bruten war gar nicht zu denken, stattdessen gab es leider 33 Brutabbrüche, auch deutlich mehr als im Vorjahr. 

Erstmalig fanden mehr Bruten in Hauskästen als in Baumkästen statt. 82 Hausbruten standen 81 Baumbruten gegenüber. Weitere 3 Kauzpaare verzichteten auf die Hilfestellung unseres Verbandes und brüteten in gut versteckten Gebäudenischen.

Die Verbreitungsschwerpunkte unserer Steinkauzpopulation liegen im Landkreis Dithmarschen und im Bereich der Störniederung südlich von Kellinghusen. Ein weiterer, kleiner und somit noch gefährdeter Brutbestand befindet sich auf der Schleswigschen Geest im Bereich Börm/Klein Bennebek/Tetenhusen.

In Eiderstedt brüten derzeit keine Steinkäuze (Stand 2021). Um dies zu ändern, wurde ein Auswilderungsprojekt ins Leben gerufen. Hier alle Info´s zum Projekt.

Berichte aus den Regionen...

Auf der 645 km² großen Dithmarscher Geest wurden 95 Bruten mit 256 Jungvögeln (Vorjahr 76 Bruten/ 240 Jungvögel) gezählt. Dieses Gebiet weist demnach mit einem Kauzpaar auf 6,8 km² nach wie vor eine stabile Population auf. Unabhängig von der Zunahme bei den Bruten zeigte sich bei den Bruterfolgen ein eher differenziertes Bild. Auf der einen Seite sorgten ganze 21 Fünfer-Bruten für eine gute Zahl an Jungvögeln. Auf der anderen Seite beobachtete Georg KAATZ auf der nördlichen Dithmarscher Geest sehr viele aufgegebene Gelege.  

In Rederstall und Süderheistedt lagen zudem auch noch die toten Weibchen auf dem Gelege. Am 01.06. wurde KAATZ eine Steinkauz-Rupfung in einem Uhu-Horst gemeldet. Am 04.06. fand er, nur anderthalb Kilometer von diesem Fundort entfernt, drei tote Jungvögel in  einer Nisthilfe. KAATZ vermutet, dass das Weibchen geschlagen worden ist und das Männchen die Jungen weiterversorgt hat (2  tote Mäuse im Kasten). Er zerkleinerte aber nicht die Nahrung und fütterte, dass macht nur das Weibchen. Daher verhungerten die Jungen, obwohl die ersehnte Nahrung direkt vor ihnen lag. 

In Süderdithmarschen war es wieder einmal der Marder, der in einigen Fällen das Brutergebnis schmälerte. In Farnewinkel fand Torsten NUMMSEN 7 zerbissene und geleerte Steinkauzeier in einem nicht gesicherten Baumkasten vor. Drei weitere ähnlich gelagerte Fälle, allerdings mit weniger Eiern, musste er in Quickborn, Großenrade und Buchholz feststellen. In Quickborn schaffte es der Marder durch einen schmalen Spalt zwischen der Blechwand des Gebäudes und dem dahinter installierten Nistkasten in diesen zu gelangen. Diese außerplanmäßige Einstiegsmöglichkeit wurde natürlich mittlerweile verschlossen. 

Zudem wurden NUMMSEN nach der Kontrollsaison diverse Todfunde gemeldet. In einem Fall hatte der Hofbesitzer bereits zwei tote Jungvögel unweit des Brutkastens auf dem Boden liegend vorgefunden. Bei einer Nachsuche vor Ort konnte ein total abgemagerter Jungvögel gefunden und zur Wildtierhilfe Fiel verbracht werden. Er war jedoch zu stark geschwächt und starb dort direkt nach der Aufnahme. Auch Todfunde in Viehtränken und durch Angriffe von Katzen wurden wieder gemeldet. Die Gemeinde Krumstedt, mitten in der südlichen Dithmarscher Geest gelegen, konnte mit 8 Bruten und 31 Jungvögeln den landesweit höchsten Bruterfolg verzeichnen. 

Wie auch schon in den Vorjahren, geht es in der Dithmarscher Marsch weiterhin leicht und beständig voran. Dort brüteten 18 Kauzpaare und zogen 45 Jungvögel groß. In der Marsch findet der Steinkauz weniger Ansitzplätze (z. B. Bäume) vor, trotzdem findet er auch hier sein Auskommen. Viele weit verteilte Höfe mit kurzbeweidetem Grünland bieten gute Jagdmöglichkeiten für den kleinen Kauz. Zudem ist der Feinddruck durch den überlegenen Waldkauz deutlich geringer. Heidi und Andreas JUNG und Dirk BERKING legten bei der Neuinstallation von Nistkästen einen deutlichen Schwerpunkt auf Hauskästen. Das Ergebnis zeigt sich jetzt, denn in der Marsch nutzten zwei Drittel der Brutpaare das Angebot der Gebietsbetreuer und wählten die Hauskästen. 

Die Entwicklung in der Dithmarscher Marsch macht Hoffnung für die südöstlich angrenzende Elbmarsch und das nordwestlich gelegene Eiderstedt. In beiden Gebieten hängen schon seit mehreren Jahren Nisthilfen des LVE und warten bislang, trotz des Vorhandenseins geeigneter Habitate, vergeblich auf eine Besiedlung. Auch bei ornitho.de erfolgten keine Dateneingaben für diese Gebiete. Dithmarscher Steinkäuze müssten in beiden Fällen ein größeres Gewässer, entweder den Nord-Ostsee-Kanal oder die Eidermündung, überqueren. Ringfunde aus den vergangenen Jahren haben aber mittlerweile gezeigt, dass selbst der tief fliegende Steinkauz in der Lage ist, derartige Hindernisse zu meistern. Es ist ein großes Ziel unseres Verbandes, den Steinkauz in Nordfriesland nachzuweisen, bzw. ihn dort neu anzusiedeln. Genau aus diesem Grund möchte Armin JESS mit seinen Mitstreitern ein Auswilderungsprojekt für Steinkäuze auf Eiderstedt starten (siehe Bericht von JESS in dieser Eulenwelt). 

Die zweite Teilpopulation des Landes befindet sich in der Störniederung östlich von Itzehoe und im nördlichen Kreis Pinneberg. Dieses Gebiet wird von Frank STEINER und Ralf RATZMER betreut, die 28 Brutpaare mit 41 Jungvögeln für das Brutjahr 2020 vermelden konnten. Somit setzt sich auch hier der Landestrend fort: 7 Bruten mehr aber 33 Jungvögel weniger als im Brutjahr 2019. So musste RATZMER im Bereich Brande-Hörnerkirchen gleich 5 Brutaufgaben hinnehmen. In einem Fall war der Marder verantwortlich, wie durch eine Wildkamera zweifelsfrei belegt werden konnte. In Lutzhorn lagen 10 schneeweiße Eier im Kasten, die dann aber nicht weiter bebrütet wurden. Waren hier zwei Weibchen aktiv? 

Bei den Steinkäuzen im Bereich der Schleswigschen Geest kann man mittlerweile schon von einer dritten Teilpopulation sprechen. Im Bereich der Gemeinden Börm, Alt- und Klein Bennebek, Tetenhusen und Königshügel zählte NUMMSEN in diesem Jahr 11 brütende Kauzpaare. Unser nördlichstes Brutpaar brütete allerdings, wie auch schon im Vorjahr, 20 km entfernt in einem Hauskasten in Sollerup. Aus diesem Grund wurden zwischen diesem Einzelpaar und den 11 anderen Brutpaaren weitere Kästen installiert, z. B. in Treia, Ellingstedt und Esperstoft. Jörg BUSCH fotografierte unweit der bekannten Brut in Sollerup einen, auf einem Schuppendach sitzenden, Steinkauz. Sollte es dort oben etwa eine weiteres Brutpaar geben? Eine im Frühjahr durchgeführte nächtliche Verhöraktion entlang der Treene-Dörfer verlief negativ, aber es wird spannend, was im 2021 in den neu installierten Kästen zu finden sein wird. 

So langsam und sicher häufen sich die Meldungen von weiteren Einzel-Brutvorkommen in der Eider-Treene-Sorge-Niederung und im Bereich Hademarschen. Diese Brutpaare fungieren als wichtige Bindeglieder zwischen den einzelnen Teilpopulationen. 

Der Verein "Passop" meldete 2 Brutpaare in Wensin (Kreis Segeberg), die sich aufgrund eines Auswilderungsprojektes dort ansiedeln konnten.

Verbreitung und Bestand

Bestandsentwicklung Steinkautz

Bekannte Brutplätze in S.-H.

  • Karte 2020

  • 1384 Nistkastenstandorte (Landkreise)

  • Karte 2019

  • Karte 2018

  • Karte 2017

  • Karte 2016

  • Karte 2015

  • Karte 2014

  • Karte 2013

  • Karte 2012

  • Karte 2011

  • Karte 2010

  • Karte 2009

  • Karte 2008

  • Karte 2007

  • Karte 2006

  • Karte 2005

  • Karte 1995

  • Roter Kreis: Brut  lila Kreis: Sichtung oder Brutverdacht

    Karte 1988

  • Karte 1961 -1978

  • Karte 1865 - 1971

  • Title

Nistkästen ( Bau und Anbringung )

Steinkauz-Nisthilfen sollten nur in geeigneten Habitaten angehängt werden (siehe oben: Lebensraum). Eine Anhängung in Wohngebieten, in Waldnähe oder im Offenlandbereich ohne kurzbeweidetes Grünland im Umkreis von 200m würde die Nisthilfe zur "biologischen Falle" machen. Die Steinkauzeltern hätten dann keine Chance ihre Jungen erfolgreich aufzuziehen. Auch ein Wand-Außenkasten der in der prallen Sonne hängt, kann zu einer Falle für die Steinkauzfamilie werden. Insofern schlagen wir vor, vor einer geplanten Installation (in Schleswig-Holstein) den Landesverband Eulenschutz zu kontaktieren.

Wir haben in letzter Zeit gute Erfahrungen mit mardersicheren Innenkästen gemacht, welche hinter eine Blechwand montiert werden (siehe unten: Fachbeitrag). Der Steinkauz kann problemlos von außen einfliegen, der Steinmarder hat jedoch keine Chance, den Kasteneingang zu erreichen.

Hier sehen Sie die unterschiedlichen Nistkästentypen, mit denen wir arbeiten:

3. Wandkasten

Hier: Leider nur belegt von Staren.

Vorteile: 

  • mardersicher,
  • sehr leicht zu installieren: Befestigung durch zwei oder drei längere Schrauben, die durch das Blech an die Querbalken geschraubt werden. dadurch keine wesentliche Beschädigung des Blechs.
  • so gut wie keine Belegung durch Dohlen, wenn mit schmalem Eingang konstruiert. Die Dohlen meiden den schmalen Eingang und das seitliche Einschlüpfen in den Hauptraum.  
  • keine Belegung durch Mäuse oder Eichhörnchen möglich, sprich kein "Vermüllen" durch Berge von Eicheln.

Nachteile: 

  • wetterfestes Material notwendig. 
  • länger haltbar als Baumkästen, aber kein vollständiger Wetterschutz wie bei den Innenkästen
  • an der Gebäudesüdseite wegen der Sommerhitze nicht installierbar, an Ost-und Westseite nur mit zusätzlichem Sonnenschutz ( z. B. zusätzliches helles Überdach )
  • Jungkäuze können nach dem Verlassen zunächst nicht wieder zurück. Insofern: Verstecke auf dem Boden darunter sollten vorhanden sein oder geschaffen werden. 
  • nur installierbar, wenn Blech vorhanden und der Hofbesitzer einverstanden ist. 

 

Kontakt

Dirk-Peter Meckel

TEL. 04892 - 859406

Öffentlichkeitsarbeit, Beratung, Einarbeitung und Einteilung Gebietsbetreuer

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Torsten Nummsen

Tel.: 0152 / 017 154 13

Bestandsmonitoring, Beratung, Homepage, Gebietsbetreuung südl. Dithm. Geest und Eider-Treene-Sorge-Niederung (SL/RD)

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